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Wildhunde auf der Jagd - Eindrücke aus Botswana

Es ist gar nicht so einfach, die Eindrücke meiner ausführlichen Reise durch das Okavango Delta .....

zu beschreiben, zu vielfältig waren die Erlebnisse. Schwierig ist es auch für mich, zu unterscheiden, welche Eindrücke habe ich sozusagen auf beruflicher Ebene wahrgenommen und wann haben die persönlichen Emotionen dominiert.
 
Am lebendigsten ist wohl die Erinnerung an die zahlreichen Begegnungen mit den Wildhunden, die während der Camping-Safari schon fast zur Tagesordnung gehörten. Ich werde nie vergessen als wir am Morgen gegen 0545h auf unserem Campsite im Moremi Gebiet schon fast zur Abfahrt bereit waren, man trödelte noch ein wenig um das Lagerfeuer herum, als unser Guide Nkosi Sibanda, mit dem Ruf „The dogs, they are coming“ auf das Fahrzeug sprang. Die Hunde, ich glaube es ware 22 Stück, kamen direkt auf unser Camp zu, und spiegelten sich im Licht der aufgehenden Sonne in der Lagune. Unaufgeregt, aber zielsicher trabten Sie entlang der kleinen Anhöhe in Richtung des Sumpfes, und Nkosi erkannte sofort, was sie vorhatten: die Senke war eine Sackgasse, die in einem Sumpf endet, kein Entkommen für Beutetiere, in diesem Falle einige Impalas. Wir folgten den Hunden, die plötzlich Tempo aufnahmen. Der Anblick der im Tarnmuster dahintrabenden Jäger vermittelte das unbedingte Gefühl der Jagdtriebes um jetzt und sofort Beute zu machen und Blut zu sehen. In gewisser Weise erinnerte die Meute an einen Trupp entschlossener und brutaler Soldaten, deren Ziel und Zweck Zerstörung und Tod sind. Für mich war das sehr gespenstisch und irgendwie auch beängstigend.
 
Naja, die Jungs haben dann auch ein Impala erwischt, nicht mehr als ein Snack für einige Hunde, deren Gefährten weiter Jagd auf die Antilopen machten und dabei umkehrten und quer durch unser Camp hetzten. Das Personal stand im Schatten der Zelte, ich glaube nicht, daß die Hunde sie überhaupt bemerkten.
 
 
Ein weiteres aufregendes Erlebnis hatten wir dann in Khwai, als wir entlang des Flusses fuhren und wieder auf ein Hunderudel von 16 stießen. Auch diese waren auf Jagd und Nkosi ließ sich nicht lumpen. Mit einem „Hold on fast“ wurde die Verfolgung aufgenommen. Das Gelände kam uns entgegen und wir konnten dem Rudel folgen. Flachgeduckt, den Kopf nach hinten gelegt, die Ohren eingeklappt rasten die Hungrigen einigen Impalas mit ihren Jungen nach. Aus der Ferne konnten wir sehen, daß ein Kitz schnell erbeutet wurde, aber das reichte nicht für alle Wildhunde. Einige tobten ohne Beute um unseren Wagen herum. In diesem Moment sah ich in einiger Entfernung die Silhouette eines Baby Impalas, das sich sofort niederlegte, sodaß nur noch die Ohren sichtbar waren. Der Wildhund, der uns am nächsten war, hatte dies auch gesehen und verwandelte sich ansatzlos in eine perfekte und unerbittliche Jagdmaschine mit eindeutiger Tötungsabsicht, keine Chance für das kleine Beutetier, dessen kurzes Todes-Quietschen bis zu unserem Wagen hörbar war. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich das schlimm empfand oder als konsequenten Abschluß einer erfolgreichen Jagd. So führen manche Erlebnisse in der unverdorbenen Natur auch zu persönlicher Gewissenserforschung. 

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